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Kritische Pädagogik und Rassismuskritik - Einzelansicht

W006
Kritische Pädagogik und Rassismuskritik

Sprache: deutsch   
Seminar
WiSe 2015/16
2 SWS
jedes Semester

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allgemeine Belegungsfrist 01.10.2019-22.10.2019
Gruppe: ohne Gruppe iCalendar Export für Outlook
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Do. 13:00 bis 15:00 woch 01.10.2015 bis 08.10.2015  121 J. Apraku ,
Dr. J. Bönkost
      50
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Do. 13:00 bis 15:00 Einzel am 15.10.2015 103 - AudiMax J. Apraku ,
Dr. J. Bönkost
      50
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Do. 13:00 bis 15:00 woch 22.10.2015 bis 28.01.2016  121 J. Apraku ,
Dr. J. Bönkost
    19.11.2015: Ausfall 50
Gruppe ohne Gruppe:
Studiengänge
Abschluss Studiengang Semester Prüfungsversion
Bachelor of Arts B.A. Soziale Arbeit 3 - 2004
Bachelor of Arts B.A. Soziale Arbeit 1 - 2008
Zuordnung zu Einrichtungen
B.A. Soziale Arbeit
Inhalt
Kommentar

Als Strukturprinzipien gesellschaftlicher Wirklichkeit durchdringen der Rassediskurs und der
Geschlechterdiskurs  auch  institutionelle  Bildungseinrichtungen,  die  u. a.  als
‚Re_Produktionsstätten offizieller Wissensbestände’ wiederum auf diese Diskurse rückwirken
(doing  race, doing  gender).  Diese Verknüpfung  von Bildung,  Geschlecht  und  „Rasse“ ist
Forschungsobjekt des Seminars, das sich der US-amerikanischen Critical Pedagogy widmet.

Der  Schwerpunkt  liegt  auf pädagogischen Ansätzen aus  den Critical Race Studies und den
Critical  Whiteness  Studies  sowie  auf  feministisch-rassekritischen  Positionen.  Die
erkenntnisleitende  Fragestellung  lautet: Welche  Bedeutung  kommt  Bildung  im  Rasse- und
Geschlechterdiskurs bzw. Rassismus und Heteronormativität in pädagogischen Settings und
Bildungsprozessen  zu. Für  einen  internationalen  Vergleich  werden  auch  deutschsprachige
Beiträge aufgegriffen.

Literatur zur Lehrveranstaltung (Auswahl)


Freire, Paulo (1971): Pädagogik der Unterdrückten. Stuttgart: Kreuz.
hooks, bell (1994): Teaching to Transgress. Education as the Practice to Freedom. New
York: Routledge.

Ladson-Billings, Gloria und William F. Tate (1995): „Toward a Critical Race Theory of
Education.“ Teachers College Record 97.1, 47-78.

Kincheloe, Joe L. und Shirley R. Steinberg (1998): „Addressing the Crisis of Whiteness.
Reconfiguring White Identity in a Pedagogy of Whiteness.“ In: Kincheloe, Joe L. [u. a.]
(Hrsg.): White Reign. Deploying Whiteness in America. Houndmills: Macmillan, 3-29.


Theoretische und methodische Einbettung der Lehrveranstaltung


Die Lehrveranstaltung greift Theorien und Methoden aus dem Bereich der Critical Pedagogy,
die sich in den Critical Race Studies und Critical Whiteness Studies verorten, sowie aus der
Kritischen  Weißseinsforschung  und  Migrationspädagogik  auf.  Sie  ist kritisch-dekonstruktiv
und  diskurstheoretisch  ausgerichtet und  verbindet Elemente  der Geschlechterforschung und
der Rassismuskritik.


Weil  die US-amerikanische  Diskussion  um  Critical  Pedagogy  maßgeblich von  den
Überlegungen Paulo Freires beeinflusst wurde und wird, soll mit Blick auf Freires Ansatz in
die Thematik des Seminars eingestiegen werden. In der darauf folgenden Annäherung an die
US-amerikanische Critical Pedagogy sollen  feministische  und  rassekritische  Positionen  im
Mittelpunkt stehen. Im Zentrum des Erkenntnisinteresses liegen zum einen die Rassifizierung
und  Vergeschlechtlichung der  Organisationsstrukturen  von Bildungsinstitutionen und  zum
anderen die Bedeutung von „Rasse“ und Geschlecht als ‚Lerngegenstände’. Sowohl Lehr- als
auch  Lernprozesse  stehen  im  Fokus.  Die  verschiedenen  Theorieansätze  werden  als
unabgeschlossene Konzepte thematisiert. Ihre Verbindungslinien, Möglichkeiten und Grenzen
werden  herausgearbeitet.  Dabei  wird  der  US-amerikanische  gesellschaftliche  Kontext
kennengelernt (Kontextsensibilität).


Die  US-amerikanische  Diskussion  um  Critical  Pedagogy  leistet  zu  der  Analyse  der
diskursiven  Verknüpfung  von  Bildung,  „Rasse“  und  Geschlecht  schon  lange  wichtige
Beiträge. Auch in der bundesrepublikanischen Diskussion nehmen aktuell die Publikationen
zum  Thema  zu.  In  einem  internationalen  Vergleich  im  letzten  Block  des  Seminars  werden
exemplarisch  Ansätze  aus  letzterem  Bereich  aufgegriffen.  Gemeinsamkeiten  und
Unterschiede sollen herausgearbeitet werden. Dieser Vergleich soll dafür sensibilisieren, dass
der Rassediskurs und der Geschlechterdiskurs transnationale Phänomene sind, die sich – u. a.
im Bildungsbereich – regional unterschiedlich artikulieren.


US-amerikanische pädagogische  Überlegungen  und Ansätze  können  nicht  einfach  auf  den
deutschen  Kontext  übertragen  werden.  Wenn  dies  berücksichtigt  wird,  sind  die
englischsprachigen  Auseinandersetzungen  als  wichtige  Impulsgeber  auch  für  die
deutschsprachige  wissenschaftliche Diskussion  zu  verstehen.  Das  Seminar  soll  diesem
Umstand, der auch die vorliegende Bewerbung um diesen Lehrauftrag begründet, Rechnung
tragen  und  der  auch  in  Deutschland  aktuell nachdrücklich  formulierten  Forderung  der
wissenschaftlichen Anerkennung der Einbettung von Bildung in den miteinander verwobenen
Rassediskurs und Geschlechterdiskurs nachkommen.


Strukturbaum
Keine Einordnung ins Vorlesungsverzeichnis vorhanden. Veranstaltung ist aus dem Semester WiSe 2015/16 , Aktuelles Semester: WiSe 2019/20